Tag – 49: Zwei sehr unterschiedliche Touren am Wochenende
Samstag nachmittag ergab sich die Gelegenheit, mal wieder mit O., einem Bekannten von der Rennradliste, die Pankower Feierabendrunde zu fahren. Für mich eine sehr gut geeignete Tour, da Start und Ziel in der Nähe meines Wohnortes liegen. Leider war das Wetter nicht wirklich auf unserer Seite. Wolken, Regenschauer und heftige Windböen machten aus der geplanten lockeren Runde eine kräftezehrende Angelegenheit. So war es aufgrund meines noch nicht optimalen Trainingszustandes für mich günstig, einen Mitfahrer zu haben, der bereits deutlich mehr Trainingskilometer in den Beinen hatte und so auch einen größeren Anteil der Führungsarbeit im Wind übernehmen konnte. Knapp 100 km, die es in sich, aber durch das abwechslungsreiche Wetter auch ihren Reiz hatten.
Sonntag fand dann endlich die lang angekündigte Einstiegsrunde 2010 statt. Mehr als 40 (!) Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer unterschiedlicher Leistungsstufen hatten sich über die Rennradgruppe angemeldet. Start war am S-Bahnhof Grunewald. Ziel sollte der S-Bahnhof Neukölln sein. Also Start und Ziel in (für mich) bekanntem Terrain. Die Route hingegen war für mich neu. Zum ersten mal sollte ich Gelegenheit haben, die “Krone” und die “Ostkrone” in einer Tour zu befahren. Eine nette Idee.
Beweggrund für die Einstiegsrunde ist, dass Rennrad-Anfänger häufig Scheu zeigen, sich bestehenden Gruppen anzuschließen und durch das Mitfahren ihre Erfahrungen zu machen. Bei der Einstiegsrunde werden elementare Kenntnisse des Gruppenfahrens (Windschatten, Warnzeichen, Gefahren etc.) theoretisch wie auch praktisch vermittelt. Eine bewusst niedrig gewählte Reisegeschwindigkeit sollte Anfängern helfen, sich in der Gruppe ohne Stress einzugliedern und so die nötige Sicherheit für spätere Ausfahrten zu erwerben.
Zur Runde selber: Viele bekannte, aber auch viele unbekannte Gesichter, motivierte “Neulinge” wie auch “alte Hasen” fanden sich im Grunewald zusammen. Mit dieser großen Anzahl hatte niemand gerechnet. Rennradfahren boomt!

Rennradgruppe in Berlin-Grunewald
Nach kurzer theoretischer Einweisung machte sich der Tross auf in Richtung Süden. Es war ein imposanter Anblick, diese große Anzahl in Zweierreihen auf den Landstraßen vor und hinter sich zu sehen.

Der gemütliche Charakter dieser Runde zeigte sich nicht zuletzt bei einer ausgiebigen Kaffee- und Kuchen-Pause in Göben. Die Wirtsleute waren freundlich, aber natürlich durch den Einfall der “Meute” völlig überlastet. So dauerte die Pause etwas länger als geplant.
Danach wieder in den Tritt zu kommen war schwierig, aber auch dies wurde gemeistert. Diszipliniert und extrem kameradschaftlich schaffte es die Gruppe bis nach Berlin, wo ein nicht querschießender Vierbeiner der Fahrt eines Mitradlers ein jähes Ende setzte. Glücklicherweise konnte er nach einiger Zeit weiterfahren, Mensch und Material waren nicht so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein Notruf fällig gewesen wäre.
Trotz dieses Unfalls und einer Reifenpanne war es eine gelungene 100 km-Runde, die sicher Einigen Lust auf weitere Ausfahrten gemacht haben wird!
BikeBlogger
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