Archiv für die Kategorie Training und Fitness

3-Pässefahrt durchs Allgäu und Tirol

Geschrieben von bbbaschtl am 22. August 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Mit Pässen ist das Allgäu nicht sehr reichlich gesegnet. Neben dem Riedbergpass (1.407m), der höchsten Passstrasse Deutschlands, ist nur noch der Oberjochpass (1.178m) erwähnenswert. Dessen angeblich 106 Kurven ging es heute morgen hoch und weiter durchs Tannheimer Tal zum Gaichtpass (1.093m). Die Passabfahrt nach Weißenbach wäre super schön und schnell zu fahren, im oberen Teil ungebremst mit sanften Kurven an der Felswand entlang und im unteren Teil auf neu asphaltierter Strasse mit drei weiten Kehren. Tja wäre, wenn mich nicht ein dänischer Sommerfrischler mit seinem Kleinwagen ausgebremst hätte…

Bremser am Gaichtpass

Von Weißenbach ging es auf der kaum befahrenen Nebenstrasse östlich des Lechs nach Reutte/Tirol. Dort fand ich endlich das schattige, asphaltierte Weglein auf der Westseite des Lechs über Hinterbichl nach Oberletzen, zum Teil für den motorisierten Verkehr gesperrt und die ideale Alternative zur staugefährdeten Ortsdurchfahrt von Reutte und der Hauptstrasse Richtung Vils.
In Pflach begann die Auffahrt zum Kniepass, dem 3. Pass heute, wobei diese Bezeichnung maßlos übertrieben ist, da es sich nur um einen wenige hundert Meter langen Anstieg neben der Fernpass-Bundesstrasse handelt. Ein Passschild gibt es nicht, aber die Via Claudia Augusta soll darüber geführt haben.

Hopfensee

Nachdem ich mich durch die Blechlawinen der Königschlössersüchtigen in Füssen durchgestottert hatte, rollte ich am Hopfensee und den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg vorbei über Nesselwang, Oy und Bodelsberg zurück nach Hause (Video im eigenen Blog).  4:53h 142km 1.514hm Sportics.net Aktivität

bbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: , , , , , , , | Keine Kommentare »

Durchs Rohrmoos Tal nach Vorarlberg

Geschrieben von bbbaschtl am 12. August 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Kurzfristig kehrte vergangenen Montag der Sommer zurück ins Allgäu und so gab es endlich  mal wieder Gelegenheit für eine längere Rennradrunde. Über die alte B19 ging es nach Immenstadt und auf Nebenstraßen über Blaichach, Hüttenberg, Ofterschwang und Bolsterlang unterhalb der Hörnerkette bis Obermaiselstein. Kurz nach der Ortsdurchfahrt führt die Strasse durch den sogenannten Hirschsprung, eine kleine aber  imposante Schlucht, die der Sage nach ein Hirsch auf der Flucht vor einem Luchs übersprungen haben soll. Naja, wers glaubt. Zumindest zeigt das Wappen von Obermaiselstein eine springenden Hirsch.

Hirschsprung

Vom Hirschsprung führt übrigens ein Fußweg zur Sturmannshöhle, der einzigen begehbaren Höhle im Allgäu. Ca. 1km nach dem Hirschsprung zweigt in Tiefenbach die Strasse durchs Rohrmoos Tal ab, einer Ost-West-Verbindung von Oberstdorf nach Österreich südlich des Riedbergpasses. Bis Rohrmoos selbst gegen Maut für Kraftfahrzeuge befahrbar führt sie danach als Privatstrasse autofrei und nur von Radfahrern und Wanderern genutzt über den kaum spürbaren Rohrmoossattel (1070m) und die österreichische Grenze nach Vorarlberg. Bei meiner letzten Befahrung vor 2 Jahren gab es vor Sibratsgfäll noch ein kurzes Stück Naturstrasse aber mittlerweile ist das Weglein durchgehend bestens asphaltiert.

Vor Rohrmoos

Nach Sibratsgfäll steigt die Strasse nochmal mäßig steil an und mündet nach einer flotten Abfahrt in die Westauffahrt zum Riedbergpass. Ich fuhr in die andere Richtung nach Hittisau und über Krumbach, Doren hinauf ins österreichische Sulzberg mit einer sehenswerten Panorama-Terrasse. Von dort ging es über Oberreute, Grünenbach am Eistobel vorbei  nach Nellenbruck und über Wengen, Buchenberg zurück nach Hause. Bei Rutzhofen kam mir ein grauhaariger Senior entgegen, der sich serpentinenfahrend den Berg hochquälte und fragte, wie weit es noch nach Oberstaufen ist. Meine (gut geschätzte) Antwort “10 bis 15km aber da gehts immer bergauf  und bergab” nahm er wortlos zur Kenntnis und ich hoffe, dass er noch gut angekommen ist…  4:42h 130km 1.898hm Sportics.net Aktivität

bbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: , , , , | Keine Kommentare »

Allgäu Rundfahrt 2010

Geschrieben von bbbaschtl am 25. Juli 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Wenn der eigene Verein die größte Breitensport-Radveranstaltung im Allgäu ausrichtet, ist es Ehrensache, dabei zu sein. Der heftige Regen der letzten Tage hatte über Nacht aufgehört und so rollte ich um 7 Uhr die 2 Kilometer von zu Hause zum Start und meldete für den Sponsor Ofen Gschwend auf der 175km Strecke, der längsten von 4 angebotenen.

Am Start der Allgäu Rundfahrt 2010

Um 7.30 Uhr, eine halbe Stunde nach der frühesten Startmöglichkeit, sollten die Elite-Amateure des RSC Kempten auf dieser Runde eine Gruppe mit einem 30er Schnitt führen und um nicht gleich am ersten Berg abgehängt zu werden, fuhr ich lieber 12 Minuten eher los. Nach einigen Kilometern hatte ich eine kleine, passende Gruppe gefunden, u. a. mit dem “Passjäger” vom quäldich.de Portal.
Ab der zweiten Verpflegung kurbelte ich dann allerdings wieder eine ganze zeitlang alleine im Wind. Meine Begleiter wollten wohl etwas länger rasten. Flott war ich dann später mit einer Gruppe des SC Vöhringen unterwegs,  vorwiegend ältere Herrschaften in feinstem Zwirn und auf edelsten Carbon. Da kam ich mir mit meinem Alu/Ultegra-Hobel ziemlich erbärmlich vor…
Der RSC Kempten hat sich ganz schön Mühe mit der Organisation gemacht: die Strecke war gut ausgeschildert und verlief hauptsächlich auf Nebenstrassen mit tollen Ausblicken, an einem Anstieg spielte eine Blaskapelle, an der steilsten Rampe motivierten ein paar kreischende Cheerleaders die Teilnehmer. :-)

Volksfeststimmung beim Zweirad Lämmle

In Bad Grönenbach gab es vor dem Laden des Sponsors Zweirad Lämmle eine kleines Volksfest mit Blasmusik. Dort waren auch schon zahlreiche Teilnehmer der kürzeren Strecken eingetroffen.
Mein letzter Begleiter war dann ein schwäbische Specialized Tarmac Fahrer, der 15km vor dem Ziel leichten Druckverlust im Vorderreifen vermeldete, aber nicht anhalten wollte. Erst als er dann in einer 90 Grad Rechtskurve nur 45 Grad einlenken konnte und durch die zum Glück zaunfreie Wiese holperte, besann er sich eines besseren (“Ok, ich wechsle…”). Wo die 30er-Gruppe mit unseren Elite-Amateuren abgeblieben ist?  Keine Ahnung…    Tour-Daten: 5:47h 173km 2.379hm Sportics.net Aktivität (Video im eigenen Blog)
Meine Ökobilanz fiel übrigens recht erfreulich aus: 1 Liter T.GO und ein Powerbar Gel, mehr war bei den Temperaturen um die 15 Grad nicht nötig. :-)

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: , | Keine Kommentare »

Heiße Fahrt ans Meer

Geschrieben von bbbaschtl am 10. Juli 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Temperaturen jenseits der 30 Grad und schwache Winde waren für heute angesagt, also MEIN Wetter. :-)
Da traf es sich günstig, dass ein Wochenendbesuch bei der Verwandtschaft am Schwäbischen Meer (Bodensee) anstand. Während der Rest der Familie im klimatisierten Sportkombi reiste, stieg ich um 9 Uhr bei frischen 24 Grad mit zwei 0,7l Trinkflaschen aufs Rennrad. Zu wenig, wie sich bald herausstellte, denn nach 2 Stunden wurde so allmählich die Kehle trocken.
Beim Fahren war es dank halb geöffnetem, durchgehendem Reissverschluss der RSC Logwin Kempten Trikots noch ganz angenehm, weil der Fahrtwind ungehindert um die  Plauze streichen konnte, aber wehe man musste mal an der Ampel anhalten: Jeder Stop sorgte in Sekundenschnelle für einen halben Liter Flüssigkeitsverlust. In Deggenhausen musste ich dann im Gasthof Adler das erste Mal nachtanken: 0,7l Mineralwasser für zivile 1,- €.

Der Steg in Immenstaad am Bodensee

Vor Heiligenberg rollte ich dann an 4 einheitlich gekleidedet Herrschaften mit feinstem Radmaterial heran, angeführt von einem Zwillingsbruder von Urs Freuler und mit dem Schriftzug „Ostschwiizer Beitzlisprinter“ auf den Trikots. Auf die Frage, was denn „Beizlisprinter“ sind, erklärte mir ein grauhaariger Mittsechziger lächelnd: „Das sind ältere Herren, die öfter mal eine Pause brauchen“ und bestätigte, dass „Beitzli“ dasselbe bedeutet wie im Schwäbischen  „Beiz“, nämlich eine einfache Wirtschaft. Das ansprechende Motto dieser Radsportfreunde lautet demnach  „fahren, geniessen, umfallen“. :-)
Vom Rad zu fallen drohte zwar noch nicht, aber an der TOTAL-Tankstelle in Bermatingen war der zweiten Boxenstop fällig: 0,33l Cola und 0,5l Mineralwasser für 1,78 €. Das reichte dann für die letzten Kilometer bis zum See.   4:16h 132km 1.034hm Sportics.net Aktivität

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu


Tags: , , | Keine Kommentare »

Rock ‘n Road Trentino

Geschrieben von bbbaschtl am 15. Juni 2010 | Abgelegt unter Reisen mit dem Rennrad, Training und Fitness

So lautet das Motto des Hotels Cristallo in Levico Terme im Trentino, wo ich das letzte, verlängerte Wochenende mit 7 Rennrad-Kollegen aus Augsburg bestens untergebracht war (Video im eigenen Blog).

1. Tag: Auer – Faedo – Giovo – Cavalese – Truden – Auer

Vom Treffpunkt Auer ging es auf dem schön angelegten Etsch-Radweg flach bis San Michele. Im Aufstieg nach Faedo überholte uns ein weißhaariger Italiener mit einem ausgewaschenen Profi-Trikot aus den 80ern und Beinen wie der amtierende italienische Senioren-Bergmeister. Ich fuhr ein Stückchen mit ihm mit und erfuhr, dass ihm unser geplanter Aufstieg zu steil sei und er vorher abbiegen werde. Immerhin sei er bereits 71 Jahre alt und zeigte mir zum Beweis sogar unaufgefordert seinen Ausweis. :-)

Auffahrt nach Faedo

Nachdem der alte Herr abgebogen war, schraubte sich das Strässchen tatsächlich ca. 1km lang  mit 18% nach oben und forderte ihr erstes Opfer: Jürgen brachte die Kurbel nicht mehr rum und drehte um.

Abfahrt von Truden

Der Rest fuhr auf Nebenstrassen über Giovo weiter nach Cavalese, über den kaum spürbaren Passo San Lugano (1.097m) hinüber, hinauf in das Bergdorf Truden und über ein steiles Strässchen in der einsamen Gegend des dortigen Naturparks bergab zurück nach Auer. 4:36h 102km 1.688hm Sportics.net Aktivität


2. Tag: Kaiserjägerweg und Marcesina-Hochebene

Eine der wenigen geteerten ehemaligen Militärstrassen im Trentino ist der sogenannten Kaiserjägerweg, der von Caldonazzo (470m) über gut 10km hinauf zum Monterovere (1.255m) führt. Die Strasse verläuft zunächst ziemlich breit im Wald, wird dann im mittleren Teil immer enger und steiler und ist teilweise mit prachtvollen Ausblicken auf den See in den Fels gehauen.

Auf dem Kaiserjägerweg

Weiter ging es unter Begleitung eines Cannondale-fahrendenden Italieners, der mit landestypischer Begeisterung Fluffys Rad derselben Marke erkannt hatte (“Cannondale numero uno!”) zum Passo die Vezzena (1.403m), offensichtlich ein beliebter Motorradfahrer-Treffpunkt. Nach einer langen Abfahrt auf rustikaler Asphaltierung kehrten wir am Dorfplatz in Asagio zu “Spaghetti ragu” ein.
Der Junior-Chef unseres Hotels Daniele Acler hatte uns als Tipp eine neu gebaute Strasse zwischen Strigno und Gallio beschrieben. Nach einiger Suche entdeckten wird den Einstieg dazu hinter Foza und erreichten nach 300 Höhenmetern eine bizarre Hochebene auf ca. 1.350m mit einer felsbrockenübersäaten Wiesenlandschaft. Mitten darin liegt völlig einsam das Albergo Marcesina. Von der dortige Wirtin erfuhren wir, dass unsere geplante Abffahrtstrecke nach Strigno für Radfahrer gesperrt ist, und die Strasse überhaupt nur Einheimische benützen dürfen. Aha, deshalb hatte uns Daniele die Tour wohl in umgekehrter Richtung empfohlen…

Marcesina Hochebene

Tatsächlich stand am Beginn der Abfahrt auch ein unübersehbares Verbotsschild. Aber es half nichts, jetzt umdrehen kam nicht in Frage. Ausgesprochen vorsichtig bremsten wir uns auf dem schmalen,  fast senkrecht in den Fels gehauenen Strässchen über 19 Kehren 1.100hm ins Tal hinunter. Offensichtlich zuviel für Fluffys Hinterreifen: Plattfuss. Obwohl uns zwei entgegenkommende Autofahrer unmissverständlich auf das Radfahrverbot aufmerksam gemacht hatten, empfingen uns im Tal  keine Carabinieri zwecks Ahndung der Übertretung. Auf dem durchgehenden Radweg im Val Sugana ging es dann mit Rückenwind zurück nach Levico Terme.  5:31h 115km 2.083hm Sportics.net Aktivität


3. Tag: Passo Manghen

1.600hm am Stück und angebliche 3.000hm insgesamt, diese Fakten spalteten unser Team. Die eine Hälfte wollte sich das nicht antun und entschied sich für eine kleinere Tour über den Passo del Redebus (1.453m). Die anderen wollten auf den 2.040m hoch gelegenen Passo Manghen und die Befahrung entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Auffahrt von Castelnuovo aus war zwar 23km lang, aber überwiegend nur mäßig steil. Die angegebenen 15% werden wohl nur im oberen Bereich erreicht.

Manghen Passhöhe

Wenige Meter nach der Passhöhe befindet sich das Refugio Manghen, wo wir uns kurz für den Rest der Tour stärkten. Ausweislich der Tourenbeschreibung bei gpsies.com sollten auf der 40km langen Abfahrt durch das Tal von Molina nach Civezzana ein stetiges Auf und Ab mit ca. 1.400 restlichen Höhenmetern auf uns warten.

Abfahrt vom Manghen Pass

Bei der Gesamthöhenmeterangabe der Tour hat sich aber wohl ein kleiner Rundungsfehler eingeschlichen, denn tatsächlich ging es – abgesehen von zwei kleinen Gegenanstiegen – ausschließlich bergab.  Trotz Gegen- oder Seitenwind eine ideale Rollerstrecke für einen ehemaligen Straßenvierer-Meister. :-)
Spätestens jetzt wurde klar, dass die Entscheidung, die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren, richtig war. Anders herum wäre die Angelegenheit wohl recht zäh geworden. Bei Slacche führte der GPS-Track von gpsies.com leider auf die für Radfahrer gesperrte Hauptstrasse zwischen Trento und Caldenazzo. Nach kurzer Suche fanden wir aber einen parallel verlaufenden Radweg und landeten schließlich auf dem westlichen Weg um den Caldonazzo-See. Im Schlussanstieg zum Hotel trat Max plötzlich ins Leere: Kettenriss. Der örtliche Bike-Laden montierte ihm noch am Samstag Abend (!) eine neue Kette und stellte auch noch die Schaltung richtig ein. Top-Service. 5:14h 118km 2.239hm Sportics.net Aktivität


4. Tag: Kaiserjägerweg Teil 2

Zum abschließenden Bergrennen auf der reizvollen Auffahrt des Kaiserjägerwegs traten noch 6 der 8 Recken an. Max und Ralph fuhren schon zu Beginn ein hohes Tempo und so zog sich das dezimierte Feld rasch auseinander. Irgendwie musste das Gewitter in der Nacht zuvor Erdverschiebungen verursacht haben, denn die Rampen im mittleren Teil kamen mir um einige Prozente steiler vor. Vielleicht lag es aber auch nur an dem um 30 – 40 Schläge höheren Puls als 2 Tage zuvor. Schließlich war nach 44min der Scheitel- und Wendepunkt am Spiazo Alto erreicht. 1:30h 27km 930hm Sportics.net Aktivität

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: , , , , , , , , | 1 Kommentar »

Riedbergpass

Geschrieben von bbbaschtl am 23. Mai 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Die höchste Passstrasse Deutschlands liegt natürlich im Allgäu. Von Osten bin ich sie schon ein paar mal gefahren. Heute rollte ich von der anderen Seite in einem großen Bogen über das Westallgäu und Hittisau/Vorarlberg an. Und um es vorweg zu nehmen: Die Westauffahrt ist – obwohl die Steigungen auf beiden Seiten mit 16% angegeben sind -  leichter. Geht es von Osten ab Obermaiselstein konstant fast 600 Höhenmeter am Stück bergauf, zieht sich die Anfahrt von Westen bis hinter  Balderschwang mit mäßigen Steigungen sanft dahin, zwischendurch immer mal wieder mit Flachstücken und kleinen Abfahrten. Erst die letzten 4km geht es nur noch bergauf.

Abfahrt vom Riedbergpass

Die Abfahrt von der Passhöhe nach Obermaiselstein ist nicht ganz ungefährlich (bei der Deutschland-Tour vor ein paar Jahren ist hier ein Profi über die Leitplanke geflogen und hat sich schwer verletzt). Es gibt zwar keine scharfen Kurven und die Strasse ist von ein paar Bodenwellen im unteren Bereich abgesehen in guten Zustand, gefährlich sind die Pkws, die bergab schleichen und bergauf in den Kurven ausholen wie ein Omnibus. Da heisst es langsam abfahren. Außerdem ist der Anblick der zahlreichen entgegenkommenden Kollegen, die mit sich und dem Berg kämpfen, ganz amüsant… :-)

Videos im eigenen Blog / 5:10h 142km 2.195hm Sportics.net Aktivität

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: | Keine Kommentare »

5 Tage Woche

Geschrieben von bbbaschtl am 1. Mai 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Gemeint ist nicht meine Arbeitswoche (das waren Dank Bereitschaft 7 Tage) sondern meine Radwoche seit letzten Samstag: 5 Einheiten = 19:04h, 516km und 7.216hm im Sattel. Nach vier bergigen Rennrad-Runden vor der Haustür mit einer Einsatzunterbrechung am Sonntag gings am Montag wiederum mit dem Rennrad aber ohne Bereitschaftshandy nach Oberstdorf.

Vor Oberstdorf

Pflichttermin am Dienstag war der Kemptener Mountainbike Treff. Nachdem Organisator Tobi am Gardasee weilte, übernahm Martin vom Freeride-Team des RSC Logwin Kempten die Führung und zeigte uns geniale  (wenn auch teilweise gesperrte) Trails im Stadtgebiet von Kempten.
Am Mittwoch lud schönstes Frühsommerwetter zu einer Rennradrunde über das Oberjoch, Deutschlands schönster Passstrasse, ein. Die Jochpassstrasse soll 106 Kurven aufweisen, gefühlt sind es allerdings deutlich weniger. Am Wochenende treffen hier zwei Welten aufeinander: Motorradfahrer, die die Grenzen der Schräglage und Schwerkraft ausloten wollen, und Pkw-Touristen, die fasziniert von der Allgäuer Berglandschaft in Schrittgeschwindigkeit die Passstrasse hochkriechen. Leider (aus Motorradfahrersicht) besteht auf der gesamten Strecke Überholverbot, das regelmäßig von Beamten der PI Sonthofen überwacht wird.
Als Rennradfahrer sollte man den Pass daher besser nur unter der Woche befahren. Mountainbiker können ihre Uphill-Fähigkeiten dagegen jeden Tag auf der für den mototrsierten Verkehr gesperrten alten Jochpassstrasse testen. Auf der Abfahrt nach Wertach bot sich noch ein Abstecher über die Exklave Jungholz an.

In Jungholz/Tirol

Freitags waren für den Nachmittag ergiebige Niederschläge angekündigt. Da bleibt man lieber in der Nähe der Homebase. Ein beliebte Rennradrunde im Westen Kemptens ist die 23,5 km lange Strecke über Wegscheidel – Kürnachtal – Schmidsfelden – Kreuzthal – Eschach. Nach drei Runden war weit und breit immer noch kein Niederschlag in Sicht und so lies ich es noch über Memhölz, Schönstatt, Hellengerst ausrollen.

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

Tags: , , , , , | Keine Kommentare »

Mein Velothon-Tagebuch

Geschrieben von bikeblogger am 24. April 2010 | Abgelegt unter Leben mit dem Rennrad, Training und Fitness

Tag -36: Es könnte wirklich viel besser laufen ODER Auch die Clavikula macht nicht alles mit …

Den dummen Unfall letzte Woche hatte ich schnell verdaut. Montag saß ich schon wieder auf dem Rad, um eine verkürzte Pankower Nordrunde unter die Räder zu nehmen. Diesmal tatsächlich GA1. Das rechte Knie schmerzte noch etwas, blieb aber ansonsten friedlich. So hatte ich eine angenehme Nachtfahrt, die Basis für weitere Trainingseinheiten sein sollte.

Mittwoch gab es schauerliches Wetter. Glücklicherweise riss die Wolkendecke nachmittags kurz auf, Gelegenheit für eine weitere Stunde Intervalltraining, das mein Körper jetzt nicht mehr mit dicken Beinen am nächsten Tag bestrafte. Leider wurde diese Trainingseinheit durch eine Reifenpanne unterbrochen.

Für das Wochenende waren drei unterschiedliche Trainingsreize von GA-Training über Training im Entwicklungsbereich bis zum Kompensationstraining am Sonntag (inklusive Kanufahren am Wannsee) geplant.  Aber natürlich lief es anders als geplant. Am frühen Freitag abend stand erneut die verkürzte Nordrunde  auf dem Programm. Herrliches Wetter, keine Wolken, Temperaturen um 10 °C. Schon bei Wartenberg war ich nicht mehr allein. O. hatte unabhängig von mir beschlossen, diesen Abend auf dem Rad zu verbringen. Dies traf sich gut, so konnten wir uns über die aktuellsten Geschehnisse in der Szene austauschen (das Wort “Klatsch” möchte ich diesbezüglich nicht hören!) und mussten die km nicht stur allein runterschrubben.

Nach Sonnenuntergang wurde  es bald empfindlich kalt, so dass wir hinter Bernau froh waren, heimische “Witterung” aufzunehmen. Geschwindigkeit und Puls stiegen an, bis hinter Zepernick ein tiefes Schlagloch meinem Vorwärtsdrang ein jähes Ende setzte. Kopf, Schultern und rechte Körperhälfte mussten als Anker herhalten. Das Wort mit “Sch…” kam mir über die Lippen. O., der nur ein Krachen hinter sich gehört hatte war schnell zur Stelle, eine nachfolgende Autofahrerin stoppte und half mir von der Straße. Genau passend kamen zwei nette junge Mitarbeiter der “Rennleitung in Grün” und übernahmen die Kontaktaufnahme mit der Notrettung. Sie blieben dann sogar solange, bis meine Freundin das Rad abholen kam! O. konnte so nach Hause fahren, ohne sich der Gefahr einer Unterkühlung aussetzen zu müssen.

Kurz und gut schlecht: Die rechte Clavikula (= Schlüsselbein) hatte sich entschlossen, diese Behandlung übel zu nehmen, sie war schlichtweg gebrochen.

Clavicula-mark-klein

Abschürfungen und Hüft- und Rippenprellung fallen da schon nicht mehr so ins Gewicht. Zum Glück waren Kopf (durch den Helm) und Gesicht nicht verletzt worden. Meine Freundin durfte mich nach der Untersuchung in der Bernauer Rettungsstelle dann mit nach Hause nehmen. Montag wird ein Chirurg entscheiden, wie es weiter gehen wird – mit mir, der Clavikula und meinen sportlichen Ambitionen 2010.

Es hätte diese Woche wirklich besser laufen können – aber auch viel schlimmer!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Helfern bedanken!

BikeBlogger
www.bikeblogger.de

Tags: , , | 6 Kommentare »

Mein Velothon-Tagebuch

Geschrieben von bikeblogger am 17. April 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Tag -43: Es könnte besser laufen.

Diese Woche war ein Beispiel dafür, wie Training nicht sein sollte. Wenig Zeit, viel Arbeit und daher wenig Lust, die knappe Freizeit schwitzend zu verbringen. So sieht die etwas magere Bilanz dieser Woche aus: 5 km Lauftraining, 1,5 h Intervalltraining, ein (selbstverschuldeter und daher vermeidbarer) Unfall, 88 km Rennradausfahrt. Dann kommen noch ca. 100 km Fahrt zur Arbeit hinzu.

Das Intervalltraining (in völliger Dunkelheit nach 21 Uhr) war jedoch ein kleiner Motivationsschub. Einerseits das Gefühl, trotz zu viel Arbeit abends noch den inneren Schweinehund besiegt zu haben, andererseits die besondere Stimmung, die mich auf einer abgelegenen und unbeleuchteten Seitenstraße am Stadtrand umfing: dies zusammen machte diese kurze Trainingseinheit zu meinem Wochen-Highlight.

Freitag dann das Wochen-Down: eine absolute Dummheit. Fahren mit einer Hand, Ablenkung, versehentliches Ziehen der V-Break am Vorderrad meines Tourenrades. Eine Lehrstunde in Physik: Blockieren des Vorderrades, das dazu führte, dass sich mein Schwerpunkt nach vorne verlagerte, so dass ich die Bremshand als Stütze benötigte – und die Bremse nicht lockern konnte. Kurz und gut: ich stieg über den Lenker ab, bekam unsanften Kontakt meines Knies mit dem Straßenbelag und verklemmte mich dazu noch im (ein wenig zusammengefalteten) Fahrrad.  Dass dieses “Wheelie” auf dem Vorderrad mit dem schweren Tourenrad (inklusive gefüllter Radtasche) bei geringer Geschwindigkeit möglich war lässt mich nun doch über die Bissigkeit von V-Brakes nachdenken.

Dickes Knie hin oder her – die nächste Trainingseinheit stand Samstag an. Die Pankower Feierabendrunde, diesmal allein. GA1, max. GA2 hatte ich mir vorgenommen. Auf den ersten Kilometern konnte ich dies auch einigermaßen einhalten. Puls nahezu konstant unter 150, Sonnenschein, es lief gut. Zu gut. Ich hätte mir trotz des schönen Wetters den Wetterbericht und die vorherrschende Windrichtung ansehen sollen: Da die Route nahezu konstant in West-Ost-Richtung (und auf dem Rückweg in Ost-West-Richtung) verlief hatte ich während der ersten 40 km Rückenwind und danach Gegenwind. Nicht stark, aber spürbar. Und wenn man wie ich dann nicht umschalten kann und eben nicht nach Puls fährt ist man schnell aus dem GA2-Bereich heraus und verpulvert Energie, anstatt den Körper wirklich zu trainieren. Ich muss dringend lernen, auch mal langsam zu fahren!

Tags: , , | 2 Kommentare »

Mein Velothon-Tagebuch

Geschrieben von bikeblogger am 11. April 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Tag – 49: Zwei sehr unterschiedliche Touren am Wochenende

Samstag nachmittag ergab sich die Gelegenheit, mal wieder mit O., einem Bekannten von der Rennradliste, die Pankower Feierabendrunde zu fahren. Für mich eine sehr gut geeignete Tour, da Start und Ziel in der Nähe meines Wohnortes liegen. Leider war das Wetter nicht wirklich auf unserer Seite. Wolken, Regenschauer und heftige Windböen machten aus der geplanten lockeren Runde eine kräftezehrende Angelegenheit. So war es aufgrund meines noch nicht optimalen Trainingszustandes für mich günstig, einen Mitfahrer zu haben, der bereits deutlich mehr Trainingskilometer in den Beinen hatte und so auch einen größeren Anteil der Führungsarbeit im Wind übernehmen konnte. Knapp 100 km, die es in sich, aber durch das abwechslungsreiche Wetter auch ihren Reiz hatten.

Sonntag fand dann endlich die lang angekündigte  Einstiegsrunde 2010 statt. Mehr als 40 (!) Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer unterschiedlicher Leistungsstufen hatten sich über die Rennradgruppe angemeldet. Start war am S-Bahnhof Grunewald. Ziel sollte der S-Bahnhof Neukölln sein. Also Start und Ziel in (für mich) bekanntem Terrain. Die Route hingegen war für mich neu. Zum ersten mal sollte ich Gelegenheit haben, die “Krone” und die “Ostkrone” in einer Tour zu befahren. Eine nette Idee.

Beweggrund für die Einstiegsrunde ist, dass Rennrad-Anfänger häufig Scheu zeigen, sich bestehenden Gruppen anzuschließen und durch das Mitfahren ihre Erfahrungen zu machen. Bei der Einstiegsrunde werden elementare Kenntnisse des Gruppenfahrens (Windschatten, Warnzeichen, Gefahren etc.) theoretisch wie auch praktisch vermittelt. Eine bewusst niedrig gewählte Reisegeschwindigkeit sollte Anfängern helfen, sich in der Gruppe ohne Stress einzugliedern und so die nötige Sicherheit für spätere Ausfahrten zu erwerben.

Zur Runde selber: Viele bekannte, aber auch viele unbekannte Gesichter, motivierte “Neulinge” wie auch “alte Hasen” fanden sich im Grunewald zusammen. Mit dieser großen Anzahl hatte niemand gerechnet. Rennradfahren boomt!

AmStartpunkt_zugeschnitten_klein

Rennradgruppe in Berlin-Grunewald

Nach kurzer theoretischer Einweisung machte sich der Tross auf in Richtung Süden. Es war ein imposanter Anblick, diese große Anzahl in Zweierreihen auf den Landstraßen vor und hinter sich zu sehen.

MeuteinAktion_klein

Der gemütliche Charakter dieser Runde zeigte sich nicht zuletzt bei einer ausgiebigen Kaffee- und Kuchen-Pause in Göben. Die Wirtsleute waren freundlich, aber natürlich durch den Einfall der “Meute” völlig überlastet. So dauerte die Pause etwas länger als geplant.

Danach wieder in den Tritt zu kommen war schwierig, aber auch dies wurde gemeistert. Diszipliniert und extrem kameradschaftlich schaffte es die Gruppe bis nach Berlin, wo ein nicht querschießender Vierbeiner der Fahrt eines Mitradlers ein jähes Ende setzte. Glücklicherweise konnte er nach einiger Zeit weiterfahren, Mensch und Material waren nicht so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein Notruf fällig gewesen wäre.

Trotz dieses Unfalls und einer Reifenpanne war es eine gelungene 100 km-Runde, die sicher Einigen Lust auf weitere Ausfahrten gemacht haben wird!

BikeBlogger
http://bikebloggerberlin.wordpress.com/

Tags: , , , , | Keine Kommentare »

Nächste Einträge »

Top-Themen im outdoorCHANNEL

Test

outdoor Editors Choice 2014
Foto: outdoor

Die Lieblingsprodukte der outdoor-Redaktion

Über 500 Teile werden in unseren Tests jedes Jahr geprüft. Nur die besten erhalten den Editors... mehr ...

Tribüne

adidas adizero F50 Messi #371
Foto: Björn Gerteis

Zu gewinnen: adidas adizero f50 Messi 371 - Einzelstück #183!

adidas adizero f50 Messi 371 - diesen Fußballschuh gibt es nur 371 Mal. Zum Torrekord von Barca-Star... mehr ...

outdoorCHANNEL

Nike Magista
Foto: Nike

Nike bringt Sockenschuh für Fußballer

Ein gestrickter Fußballschuh mit Socken-"Kragen" - Revolution in der Schuhtechnik? Alle [http://www... mehr ...

outdoorCHANNEL

Richtig schmutzig: Die wildesten Bilder des BraveheartBattle 2014

Mehr als einen Halbmarathon laufen, im Schlamm robben, durchs Feuer gehen, klettern, hangeln,... mehr ...

Startseite

Waldschäden

Hässlich! Waldschäden durch Forst - mehr als 50 Bilder der MB-User

Von wegen böse Biker: unsere User haben ganz viele Waldschäden fotografiert, die durch schwere... mehr ...

Vertical Life

Stonenudes © Dean Fidelman

Stonenudes - Kalenderbilder 2014

Aktfotografie oder Kletterbilder? Beides! Hier zeigen wir die Bilder aus dem Stonenudes-Kalender 2014. mehr ...

outdoorCHANNEL

Päärchen hat Sex auf Tisch

10 Gründe, mehr Sex zu haben

Sex ist nicht nur schön, sondern auch noch gesund! Was Sex alles kann und wie er Ihre Gesundheit f... mehr ...

outdoorCHANNEL

Bikini Mode von Victoria's Secret
Foto: Russel James | Victoria's Secret

Fotostrecke: Victoria's Secret - die Bikini-Kollektion 2013

Noch friert's bei uns Stein und Bein - drum hier ein kleiner Ausblick auf den Sommer ... mehr ...

Gesundheit

Frau mit Waage unterm Arm - Gewicht, Abnehmen

Gesund und dauerhaft Abnehmen - so geht's (10 Tipps)

Mehr Sport? Weniger Essen? Es gibt viele Wege, abzunehmen. Doch keine Diät der Welt hilft Ihnen,... mehr ...

Camp & Equipment

Ausrüstung: Outdoor-Gadgets
Foto: Hersteller

Was mit muss: Die 20 besten Outdoor-Gadgets

Oft sind es die kleinen Sachen, die Großes bewirken. Hier sind 20 Dinge, die Ihnen das Outdoor-Leben... mehr ...

outdoorCHANNEL

Fashion on Climbing Wall - Fashion: Janet Lee Kim - Photos: George Evan Andreadis

Fotostrecke: Mode-Shooting an der Kletterwand

Catwalk senkrecht: in New York ging ein Foto-Shooting nicht über die Bühne sondern die Kletterwand... mehr ...

Leute

Sasha DiGiulian
Foto: Reinhard Fichtinger

Stern am Kletterhimmel: Sasha DiGiulian (Bilder)

Die Erfolge der Sasha DiGiulian lassen sich so langsam nicht mehr an den Fingern abzählen. Deshalb:... mehr ...

MountainBIKE RoadBIKE ElektroBIKE outdoor klettern Cavallo AnglerNetz taucher.net planetSNOW active life Zeugwart