Monatsarchiv für September 2010

Vätternrundan 17-18 juni 2011

Geschrieben von bikeblogger am 23. September 2010 | Abgelegt unter Jedermann-Rennen

Die Vätternrunde – oder auf schwedisch: Vätternrundan – gehört zu den Klassikern der Langstrecken-Radsportveranstaltungen und ist laut Veranstalter “die größte Volksradtour der Welt für Radsportler”. 300 km um einen der größten schwedischen Seen (und gleichzeitig dem sechstgrößten See Europas), dem Vätter, herum. Gestartet wird vom Abend bis zum Morgen.

Nachdem am 01.09.2010 die Anmeldung freigeschaltet wurde haben sich bereits 10.000 Radsportler angemeldet, 22.000 werden für die große Runde zugelassen. Zu  allen Veranstaltungen der Vätternrunde (Tjejvättern – 100 km nur für Frauen, Halvvättern – 150 km und Minivättern für Kinder) werden ca. 32.000 Radsportler aus aller Welt erwartet.

Nach dem Start am Abend, in der Nacht oder am Morgen erwarten die Teilnehmer 300 km durch eine herrliche Landschaft in Mittelschweden.

Teilnehmen werden auch nächstes Jahr wieder einige “Pioniere” – Veteranen, die alle 44 Vätternrunden seit 1966 absolviert haben. Wer gemeinsam mit diesen Veteranen bei der Vätternrunde teilnehmen möchte sollte sich schnell entscheiden: erfahrungsgemäß sind die Startplätze in kurzer Zeit ausgebucht.

Anmelden kann man sich auf der Website www.vatternrundan.se, die Infos und Anmeldeformular in schwedisch, englisch und deutsch bereithält.

Wichtig: die Anmeldegebühr kann nur über Kreditkarte oder ein schwedisches Konto überwiesen werden.

Vi ses? I Sverige 2011!

(Wir sehen uns? In Schweden 2011!)

© alle Fotos: Micke Fransson/Vätternrundan (Pressefotos)

BikeBloggerBerlin
www.bikeblogger.de

Tags: , | 2 Kommentare »

Meine ersten Vattenfall Cyclassics!

Geschrieben von Caveman1983 am 10. September 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Jedermann-Rennen

Mein Schwiegervater konnte leider nicht teilnehmen da er sich bei einer Trainingsfahrt 4 Tage vor den Cyclassics das Schlüsselbein gebrochen hat und so musste er die Übertragung des ProfiRennens vom Krankenhausbett ertragen. Ich glaube, ihm tat es ganz schön weh, nicht mitfahren zu können, mal abgesehen von seinem Schlüsselbeinbruch, der mit Sicherheit auch ziemlich wehtut.

Bei der Anmeldung war noch alles gut!

Tom und Andi (2 Kumpels) waren wieder mit dabei, allerdings starteten die beiden einen Block vor mir (Q), ich selbst war in “R”. Für die Cyclassics hatten wir auch gesagt, dass jeder für sich fährt und ordentlich Gas gibt. Man trainiert das Ganze Jahr eigentlich nur für dieses Ereignis.

Wenn man dann mit jemanden zusammen fährt hat man doch immer 2 verschiedene Gefühle:

1. Ich könnte ja viel schneller

2. Ich halte den/die Anderen nur auf.

Startzeit für mich war ca. 9:10 Uhr. Da sind vor uns aber schon etliche auf die Strecke gegangen. In den letzten Beiden Blöcken waren aber immerhin noch 2.000 Fahrer. Das ist schon nen mulmiges Gefühl, wenn man mit 1.000 Mann zusammen losfährt. In Hannover waren es ja insgesamt nur 1.600…

Vor'm Start war ich ganz schön aufgeregt!

Wie dem auch sei, konnte ich schon vom Start weg Boden gutmachen. Ich wollte das Ganze erstmal ruhig angehen lassen und habe mir eine Zielzeit von 3:30 Stunden gesetzt.

Als es dann endlich auf freier Strecke zur Sache ging, fuhren wir wieder ein Tempo jenseits von Gut und Böse: 40-45km/h. Da wird einem schon anders, wenn man hinter den anderen Fahrer klebt. Der SuperStrecke entlang kam ich nach ca. ner halben Stunde nach Harburg.

Da ich dort ja jede Kurve kannte, ist es ein Adrenalin-ausschüttendes Mega-Gefühl. Man tritt dann gleich nochmal mehr in die Pedale. Bei uns vor der Haustür warteten die Paparazzi Anja (meine liebe Frau) und Birgit (meine Schwiegermutter), die mich brav fotografiert haben. Anschließend ging es ins Harburger Umland auf meine Strecke, wo ich jeden Hügel und jedes Schlagloch kannte, denn die Strecke fahr ich gerne als Training und für die Cyclassics guckt man sich die Beschaffenheit der Straße nochmal ganz genau an.

Das Querstück kurz vor Buchholz fuhr sich nicht so schön, weil da noch ziemlich viele Winterschäden waren. In Buchholz selber war dann auch die Verpflegungsstation, aber das Wetter war nicht heiß sondern angenehme 20Grad und bewölkt, von daher war eine meiner Flaschen noch voll und in der zweiten war noch genug drin und so bin ich dann durchgefahren. Kurz dahinter sprach mich dann nen Leidensgenosse an und meinte, dass wir jetzt ja das Schlimmste hinter uns haben. Da musste ich ihn erstmal enttäuschen, denn die Harburger Berge kamen noch und zu guter Letzt die Köhlbrandbrücke. Letzterer war fies zu fahren, da in einiger Entfernung immer wieder die beiden Trägerpfeiler zu sehen waren. Du färhst dann weiter und siehst nur die Straße und etwas Wald und zwischen durch gucken immer diese dämlichen Pfeiler aus den Bäumen hervor. Und dann kam der Aufstieg. War sehr schön zu fahren, aber verdammt anstrengend. Bei einigen Fahrern fiel da unterwegs die Technik aus und der ein oder andere musste hochschieben, weil es nicht mehr ging. Einer hat es auch ziemlich übertrieben, denn oben angekommen, hat er sich über’s Gelände übergeben. An der Brücke selber waren auch irgendwelche Umweltaktivisten, die in den Seilen rumkletterten. Deswegen gibt es auch keine Fotos von dort. Die Polizei hatte alles abgesperrt.

Die Fahrt ging weiter. In den Harburger Bergen bin ich mit 60 km/h runtergeballert und bei der Köhlbrandbrücke reichte es leider nur für 50 km/h… Die Anstiege waren vorbei, ab jetzt ging es nur eben gerade aus. Es reicht dann aber auch. So langsam schliefen mir immer mal wieder die Finger ein, die Füße wollten auch nicht mehr so richtig und die Beine … ja die Beine waren leer. Das alles ist aber vergessen, wenn man am Hauptbahnhof vorbei, den Ballindamm und Jungfernstieg entlang, über dem Gänsemarkt und Rathaus wieder auf die Mönckebergstraße durchs Ziel fährt. Die Zuschauer rundherum feuern Dich tierisch an und Du kriegst nen Adrenalinkick und trittst nochmal richtig rein. Da vergisst Du, alles was irgendwie wehtut und schmerzt und ballerst mit dem Fahrrad mit weiteren 30 – 40 Mann über die Straßen mit 45 Sachen und nen Puls, der irgendwo bei 180 liegt! WAHNSINN!!!

Kurz vor dem Ziel standen dann auch wieder Anja und Birgit, die ich nicht gesehen habe, aber meine Eltern, habe ich entdeckt. Die standen kanpp vor dem heiß ersehnten Zielbogen und schwangen die Rasseln und ich war endlich durch mit allem. Und meine Zeit? Tja, das Ziel von 3:30 Std habe ich völlig verfehlt. Ich habe eine Zeit von 3:00:37 rausgefahren.

Die Zieleinfahrt!

Der Oberhammer!

Die Termine für nächstes Jahr stehen auch schon. Da gehts in Berlin, Hannover und natürlich wieder in Hamburg zu Sache!!!

| Keine Kommentare »