Monatsarchiv für Mai 2010

Mein Velothon-Tagebuch

Geschrieben von bikeblogger am 30. Mai 2010 | Abgelegt unter Jedermann-Rennen

Tag 0: endlich Velothon!

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

Nur leider durfte ich diesem Highlight nur aus der Zuschauerperspektive folgen. Die Ursache hierfür hatte ich ja bereits beschrieben. Genug gejammert. Das Zuschauen ließ ich mir jedenfalls nicht nehmen. Und auch dabei packte mich das Fieber, das die Rennradler befällt, wenn sie auf den Start warten.

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. 100 % Regenwahrscheinlichkeit.

8:00 Uhr. Die ersten kurzen Schauer waren bereits heruntergekommen. Das Wetter hielt sich jedoch.

Start der Kurzstrecke über 60 km. “Meine” Strecke. Wer diese nicht ernst nimmt und denkt, er könne locker vorne mitrollen, wird schnell eines Besseren belehrt. Das merkte man schon am Start. Die Teilnehmer der vorderen Startreihen waren ebenso angespannt wie die der 120 km-Fahrer um 9:30 Uhr. Auch über 60 km muss man konstant fahren, vielleicht sogar noch konstanter. “Schwächeln” wird mit gnadenlosem Abhängen bestraft. Und sich bei solch einer kurzen Strecke heranzukämpfen ist schwer.

Ich habe Hochachtung vor allen, die sich für diese Strecke angemeldet hatten. Vom engagierten Amateurfahrer bis hin zum Freizeitfahrer, der auf dem Tourenrad (oder Bonanzarad, Armeerad, …) dabei war.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

8:20 Uhr. Die Sonne zeigte sich! Gut, wenn man diesmal nicht auf den Wetterbericht gehört hat, und dennoch angetreten ist.

9:15 Uhr. Nahezu zeitgleich mit dem Start der 120 km-Runde am Brandenburger Tor wurden die Sieger des 60 km-Rennens im Ziel an der Straße des 17. Juni erwartet. Ob das eine kluge Entscheidung war, mag dahingestellt bleiben. Die Zuschauer mussten sich jedenfalls entscheiden, ob sie den Startern der langen Strecke oder den Siegern der kurzen Strecke zujubeln. Ich hätte beides gern getan.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

In der VIP-Reihe startete – wie auch schon im Jahr zuvor – das Team “Wir spenden Leben – Radsportler für die Knochenmarkspende“. Ziel ihrer Aktion ist es, für die lebenswichtige Übertragung von Knochenmark Spender zu finden und Menschen dazu zu bewegen, sich für die Spende registrieren zu lassen. Für viele an Blutkrebs erkrankte Patienten die letzte Hoffnung. Informationen zur Knochenmarkspende findet man unter dem o.g. Link.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

Im B-Block wartete ein Teil meiner Trainingsgruppe, die als “amigos90″ angemeldet waren. Eigentlich war das Ziel einiger unserer Fahrer, unter die ersten 100 zu kommen. Bei manchen waren die Ziele sogar noch ehrgeiziger. Schließlich sollte sich das lange Training im Winter und Frühjahr oder das Trainingslager auf “Malle” doch lohnen.

Da das Team leider aus Block B heraus starten musste war die Ausgangslage natürlich denkbar ungünstig. Die Anmeldemodalitäten sind halt eine kleine Wissenschaft für sich. Dennoch war die Stimmung sichtlich gut.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

Vielleicht wusste einer sogar, dass er die “100″ schaffen würde?

9:30 Uhr. Die Nationalhymne. Und endlich der Startschuss. Es ging los. Rund 120 km durch Berlin, das südliche Umland in Brandenburg, wieder hinein nach Berlin bis zum Ziel auf der Straße des 17. Juni, unweit des Brandenburger Tores.

Angeführt wurde jeder Startblock von einer Gruppe Speedskater, die dafür sorgten, dass die riskante Durchfahrt durch die schmalen Toröffnungen langsam und geordnet erfolgte.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

Nach dem Start der 120 km-Gruppen konnten sich die Zuschauer dann entweder an den diversen Ständen (s. meinen Artikel vom Vortag) informieren, entspannen oder den Zieleinlauf der 60 km-Fahrerinnen und Fahrer verfolgen. Dabei unter anderem dieser junge Mann, der auf einem Rad von 1927 1924 teilnahm:

DSCF0266_klein2Leider hatte ich vergessen, mir seine Startnummer zu notieren, so dass ich nicht sagen kann, welche Platzierung er erreichte.

11:00 Uhr. Währenddessen waren auch die Fahrer meines Teams wohlbehalten im Ziel eingetroffen. Jeder mit einer persönlichen Bestleistung! Ich hätte gern die Teamwertung komplettiert, zumal ein weiteres Teammitglied ebenfalls bereits vor dem Start unfallbedingt ausgefallen war.

Während der folgenden “Manöverkritik” wurde einhellig festgestellt, dass dieses Erlebnis bei den Cyclassics in Hamburg seine Forsetzung finden sollte. Ob bzw. wie dies geschehen wird, wird an dieser Stelle dann noch berichtet werden.

Hier jedenfalls erst einmal das Teamfoto der glücklichen Finisher:

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

 

 

12:00 Uhr. Durch die Ansagen der Kommentatoren wurden die Zuschauer über die Geschehnisse auf der Strecke auf dem Laufenden gehalten. Wir wussten daher bereits, dass es im Gegensatz zum Vorjahr keine geschlossene Gruppe mit einem Massensprint geben würde.

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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

12:06 Uhr. Noch vor der angekündigten Zeit fuhr eine Dreiergruppe durch das Ziel. Schnitt: über 45 km/h. Da beim Velothon keine Profis und Lizenzfahrer nur bedingt teilnahmeberechtigt sind ist dies eine beachtliche Leistung!

Im Laufe der nächsten Zeit kamen dann auch die Teammitglieder der amigos90 ins Ziel. Besonders herausragend dabei:

  • Mina (nach einem Sturz und einer Reifenpanne) auf einem hervorragenden 48. Platz der Frauenwertung
  • Oliver als 100. der Männer (beide nach Start aus dem B-Block!)
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© Andreas Stenzel / BikeBlogBerlin

12:45 Uhr. Der angekündigte Regen setzte ein. Erst zögerlich, dann als Dauerregen. Einige Tausend Radfahrer waren noch auf der Strecke und mussten sich auf den letzten Kilometern gegen den Wind und die Nässe durchkämpfen. Ein Trost: immerhin hatten sie bereits mehr als drei Stunden ohne Regen hinter sich.

19:00 Uhr. Fazit: Der Velothon 2010 zeigte sich wie auch im letzten Jahr als gelungene Radsport-Veranstaltung und als Werbung für unseren schönen Sport. Ich werde meine Ziele 2011 wieder in Angriff nehmen, vielleicht dann gemeinsam mit 15.000 Startern und mehr Zuschauern? Was in Hamburg möglich ist sollte doch auch in Berlin klappen!

19:30 Uhr: Ende des Velothon-Tagebuchs 2010. Fortsetzung geplant … 2011!

Alle Bilder: © BikeBloggerBerlin
www.bikeblogger.de

Nachtrag: leider gab es mindestens einen ernsten Unfall: ein Streckenposten wurde laut Angabe der Berliner Morgenpost schwer verletzt, nachdem er von einem stürzenden Radfahrer angefahren wurde. Ich hoffe, dass die Unfallfolgen weniger gravierend sind als berichtet und wünsche dem Verletzten eine schnelle Genesung!

 

 

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Mein Velothon-Tagebuch

Geschrieben von bikeblogger am 29. Mai 2010 | Abgelegt unter Jedermann-Rennen

Tag -1: Akkreditierung und Velothon-Messe.

Das Berliner Wetter zeigte sich (fast) von seiner schönsten Seite. Es war warm und die Stimmung frühlingshaft gut.

Hier ein paar Impressionen von der Messe:

Velothon-Messe © BikeBloggerBerlin

Welch ein Gedränge…

KOCMO Crossbike © BikeBloggerBerlin

Cross ist doch was für Kinder, oder?

Velothon-Messe © BikeBloggerBerlin

Ete (Zabel) sehen oder doch lieber ‘n Bier?

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Was für Popos…

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Specialized Tarmac SL3 – Carbon seziert!

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Das Rad der Milchmänner…

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Morgen werden einige Tausend Radfahrer glücklich sein,
wenn sie dieses Tor sehen.

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Zuvor müssen sie hier vorbei.

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Die Route vorher abzufahren ist eine gute Idee!

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern morgen viel Erfolg – und wenig Regen!

Alle Bilder: © BikeBloggerBerlin
www.bikeblogger.de

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Riedbergpass

Geschrieben von bbbaschtl am 23. Mai 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Die höchste Passstrasse Deutschlands liegt natürlich im Allgäu. Von Osten bin ich sie schon ein paar mal gefahren. Heute rollte ich von der anderen Seite in einem großen Bogen über das Westallgäu und Hittisau/Vorarlberg an. Und um es vorweg zu nehmen: Die Westauffahrt ist – obwohl die Steigungen auf beiden Seiten mit 16% angegeben sind -  leichter. Geht es von Osten ab Obermaiselstein konstant fast 600 Höhenmeter am Stück bergauf, zieht sich die Anfahrt von Westen bis hinter  Balderschwang mit mäßigen Steigungen sanft dahin, zwischendurch immer mal wieder mit Flachstücken und kleinen Abfahrten. Erst die letzten 4km geht es nur noch bergauf.

Abfahrt vom Riedbergpass

Die Abfahrt von der Passhöhe nach Obermaiselstein ist nicht ganz ungefährlich (bei der Deutschland-Tour vor ein paar Jahren ist hier ein Profi über die Leitplanke geflogen und hat sich schwer verletzt). Es gibt zwar keine scharfen Kurven und die Strasse ist von ein paar Bodenwellen im unteren Bereich abgesehen in guten Zustand, gefährlich sind die Pkws, die bergab schleichen und bergauf in den Kurven ausholen wie ein Omnibus. Da heisst es langsam abfahren. Außerdem ist der Anblick der zahlreichen entgegenkommenden Kollegen, die mit sich und dem Berg kämpfen, ganz amüsant… :-)

Videos im eigenen Blog / 5:10h 142km 2.195hm Sportics.net Aktivität

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

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rennradblog.ch

Geschrieben von bbbaschtl am 8. Mai 2010 | Abgelegt unter Leben mit dem Rennrad

Heute erreichte mich ein Päckchen von Blogger-Kollege Christof aus der Schweiz. Inhalt: ein schickes “Tour de Suisse” T-Shirt aus seiner Freizeitkollektion.

rennradblog.ch T-Shirt

Die Eidgenossen können nicht nur auf eine lange Tradition erfolgreicher Strassen-, Cross- und Mountainbike-Fahrer zurückblicken. Dort gibt es auch eine sehr aktive und liebenswerte “Velo”-Blogger-Szene. Einer davon ist Christof mit seinem rennradblog.ch. Er berichtet u. a. über Training, Touren und Material, und porträtiert Rennradfahrer und “ihren Berg”. Außerdem veranstaltet er regelmäßig kleine Gewinnspiele, z. b. das monatliche “Ritzelraten”. Zu gewinnen gab es im April ein schickes “Tour de Suisse” T-Shirt aus seiner Freizeitkollektion…
Ein weiterer Grund, um seinen Blog regelmäßig zu besuchen. In diesem Monat verlost er übrigens ein Saxo Bank Landesmeistertrikot von Fabian Cancellara.

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5 Tage Woche

Geschrieben von bbbaschtl am 1. Mai 2010 | Abgelegt unter Training und Fitness

Gemeint ist nicht meine Arbeitswoche (das waren Dank Bereitschaft 7 Tage) sondern meine Radwoche seit letzten Samstag: 5 Einheiten = 19:04h, 516km und 7.216hm im Sattel. Nach vier bergigen Rennrad-Runden vor der Haustür mit einer Einsatzunterbrechung am Sonntag gings am Montag wiederum mit dem Rennrad aber ohne Bereitschaftshandy nach Oberstdorf.

Vor Oberstdorf

Pflichttermin am Dienstag war der Kemptener Mountainbike Treff. Nachdem Organisator Tobi am Gardasee weilte, übernahm Martin vom Freeride-Team des RSC Logwin Kempten die Führung und zeigte uns geniale  (wenn auch teilweise gesperrte) Trails im Stadtgebiet von Kempten.
Am Mittwoch lud schönstes Frühsommerwetter zu einer Rennradrunde über das Oberjoch, Deutschlands schönster Passstrasse, ein. Die Jochpassstrasse soll 106 Kurven aufweisen, gefühlt sind es allerdings deutlich weniger. Am Wochenende treffen hier zwei Welten aufeinander: Motorradfahrer, die die Grenzen der Schräglage und Schwerkraft ausloten wollen, und Pkw-Touristen, die fasziniert von der Allgäuer Berglandschaft in Schrittgeschwindigkeit die Passstrasse hochkriechen. Leider (aus Motorradfahrersicht) besteht auf der gesamten Strecke Überholverbot, das regelmäßig von Beamten der PI Sonthofen überwacht wird.
Als Rennradfahrer sollte man den Pass daher besser nur unter der Woche befahren. Mountainbiker können ihre Uphill-Fähigkeiten dagegen jeden Tag auf der für den mototrsierten Verkehr gesperrten alten Jochpassstrasse testen. Auf der Abfahrt nach Wertach bot sich noch ein Abstecher über die Exklave Jungholz an.

In Jungholz/Tirol

Freitags waren für den Nachmittag ergiebige Niederschläge angekündigt. Da bleibt man lieber in der Nähe der Homebase. Ein beliebte Rennradrunde im Westen Kemptens ist die 23,5 km lange Strecke über Wegscheidel – Kürnachtal – Schmidsfelden – Kreuzthal – Eschach. Nach drei Runden war weit und breit immer noch kein Niederschlag in Sicht und so lies ich es noch über Memhölz, Schönstatt, Hellengerst ausrollen.

bbbaschtls Mountainbike und Rennradblog – Radfahren im Allgäu

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