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Alt 20.04.2009, 11:18   #1 (permalink)
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Benutzerbild von Diana Maier
 
Registriert seit: 25.09.2008
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Standard Der Traum vom ersten eigenen Pferd

Wer träumt ihn nicht, den Traum vom ersten eigenen Pferd. Wir wollen wissen: Wie sind Reiter zu ihrem ersten eigenen Pferd gekommen? Wie fühlt es sich an, auf dem eigenen Pferd zu sitzen - welche Erinnerungen hat man - wie beispielsweise an das Probereiten?

Und: Warum trennt man sich so schwer vom ersten eigenen Pferd? Wie war das bei Euch -
wie reagierten Freunde und Stallkollegen? Schreibt uns - wir freuen uns über Eure Erfahrungen im CAVALLO-Forum!

__________________
Diana Maier
Redaktion CAVALLO
www.cavallo.de

Geändert von Diana Maier (22.04.2009 um 09:03 Uhr)
Diana Maier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2009, 17:23   #2 (permalink)
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Benutzerbild von wald und wiesen hopser
 
Registriert seit: 02.01.2009
Beiträge: 173
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Mein erstes eigenes Pferd war eine Shettystute.
Da ich sie schon längere Zeit als mein Pflegepony nennen durfte, war die Entscheidung auch nicht schwer sie komplett zu übernehmen. Ich kannte sie in und auswendig und wusste bestens mit ihren Macken umzugehen.
Es ware ein unbeschreibliches Gefühl, also ich war mehr wie happy. Endlich durfte ich alles mit der Kleinen machen ohne mal nach zufragen. Ist schon toll wenn man sagen kann, das es das eigene ist und nie muß man es teilen (mit anderen Pflegern oder so).
Die mitmenschen vom Hof haben es teils positiv und teils negativ aufgefasst. Naja, gab halt so ein paar Leute die ein Shetty nicht als Pferd ansahen und meinten, damit kann ich nicht mal richtig ausreiten. Die Sprüche waren mir egal und ums reiten ging es mir eher weniger. Die Hauptsache war das die Püppi nur mir gehört.
Die Pferdekataloge wurden gleich mit anderen Augen gesehn...ja, fürs eigene Pferd shoppen zu gehen, macht noch mehr Spass

Leider musste ich sie nach langer Zeit wieder weiter geben, da ich durch einen zwangsweisen Umzug sie nicht mitnehmen konnte. Habe sie den Vorbesitzern geschenkt, da wusste ich es geht ihr gut. Mittlerweile gehört sie einem Mädchen und hat sogar schon ein Fohlen gehabt.
Der Trennungsschmerz war nicht ganz so crass, als bei meinem ersten Pflegepferd und meiner zweiten Stute. Da ich ihr keine artgerechte Haltung bieten konnte, war es nur zum besten für sie. Und das Pferd nur wegen meines Ego´s leiden lassen, wollte ich auch nie.

Ich habe leider kein Kontakt mehr zu ihr, aber in meinem Herzen ist sie immer. Wir waren schon ein klasse Team, da sie auf die kleinsten Körpersignale reagierte war es echt traumhaft. Viele schönen Zeiten habe ich in Erinnerung.
wald und wiesen hopser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.2009, 17:48   #3 (permalink)
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Beiträge: 605
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Das erste eigenen Pferd ja^^
Das hab ich ja noch ^^

Vor über 3 Jahren begann unsere Gesichte...
Ich hatte 5 Jahre einmal wöchentlich Reiunterricht auf Schulpferden, ritt zu Hause noch hin und wieder ein Shetty und später auch eine Vollblutmix-Stute...
Wir suchten schon länger nach einem Pferd für mich. Ich hatte schon einige Probe geritten...
Meine Eltern wollten für mich: Ein älteres Pferd das brav ins Gelände geht und an dem ich "nichts mehr kaputt machen kann"
Ich wollte ein junges Pferd mit guter Dressurausbildung und natürlich wie aus dem Bilderbuch so hübsch^^

Tja.. auf einem Pferdemarkt lernte ich über meinen Onkel eine Frau kennen die ein Pferd abzugeben hatte.. Ihr Beschreibung: Ein 19-jähriger Wallach(oder 18?) der bei mir keine Aufgabe mehr hat, aber noch top fit ist. Im Gelände brav, auf dem Platz nicht zu gebrauchen

Tja... auf ging´s zum Probereiten. Der Dicke stand in einem mehr oder minder versifften Offenstall mit einem Hengst und 2 weiteren Wallachen(der Hengst gehörte ebenfalls der Frau). Sie "longierte" ihn erst einmal ab und erzählte mir dann bisschen was. Fragte mich bissl ab und nja, dann ging es schon ans putzen und satteln. Das Pferd war toten brav, kein Mucks, stand wie aus Stein. Auch der Ausritt verlief sehr ruhig und gemütlich, zu gemütlich. Ich bekam ihn nur mit übertriebenen Schenkeldruck in den Trab.

Also heim gefahren, meinen Eltern erzählt das er total lieb und brav und toll ist, nur bisschen langsam! Meine Eltern waren also schon mal überzeugt von dem kleinen süßen Pony^^
Tja, ein zweites mal sollte ich ihn noch reiten. Diesmal ritt die Besitzerin mit ihrem Hengst voraus(der Hengst läuft Distanzen bis 160km). Tja, dementsprechend schnell waren wir unterwegs. Und der gemütliche Wallach? Ne richtige Rennsemmel! Er war aber immer noch sehr brav und ich dachte ich würde gut mit ihm auskommen...

Tja.. er kam dann zu mir und es begannen erst mal 1,5 Jahre Kampf.
Mittlerweile sind wir unzertrennbar und er läuft mehr oder minder gut durch ne A-Dressur(soviel dazu das er auf dem Platz zu nicht szu gebrauchen ist). Er ist jetzt 23 Jahre alt und nach wie vor top fit^^

Wer mehr wissen will kann ja auf der Homepage(Signatur) vorbei schauen^^
__________________
Ich bin da um zu provozieren, zum nachdenken!
Eine kleine Homepage über mich und mein Pferd:

gänseblümchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 18:43   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Fráncis
 
Registriert seit: 01.01.2009
Beiträge: 597
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Mein erstes eigenes Pferd war eine American Paint Horse Stute....sie war im Umgang echt super...nur leider war sie ein notorischer Durchgänger und hätte mich und sich selber fast umgebracht.
Nach einem Jahr hab ich sie wieder an den Händler zurück gegeben weil ich keine Lust hatte mir das Genick zu brechen.
Aber an meinem zweiten hing ich dafür um so mehr.

LG Juliane
Fráncis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 19:09   #5 (permalink)
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Benutzerbild von Hetja23
 
Registriert seit: 25.11.2008
Beiträge: 1.143
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Mein erstes Pferd war ein Shetty. Er war mein Pflegepony und als ein Part des Besitzerehepaars gestorben ist habe ich den Zwerg mehr oder weniger mit allem Zubehör geerbt.
Meine Eltern waren zwar immer gegen ein eigenes Pferd, aber bei dem Shetty und in der Situation konnten sie einfach nicht nein sagen.
Und dieses Pony hat mir wahnsinnig viel beigebracht und dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

LG Hetja
__________________
Lache nie über die Dummheit der Anderen.
Sie kann deine Chance sein.
Hetja23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 20:43   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Sharina
 
Registriert seit: 18.04.2009
Beiträge: 4
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Hallo! Ich bin neu hier im Forum und möchte euch auch am Glück mit meinem ersten Pferd teilhaben lassen! Ich war schon 21 Jahre, als ich den Traum meiner Kindheit, reiten zu lernen, wahr werden lassen konnte-meine Eltern mochten keine Pferde!Nach mehreren Jahren Unterricht auf verschiedenen Reiterhöfen,mittlerweile verheiratet ,Mutter 2er Kinder und Besitzer eines uralten Bauernhäuschens, schaffte mein Nachbar seine Tiere ab. Mein Mann stand am Fenster, schaute auf die leere Nachbarswiese und sagte beiläufig:"Wir könnten die Weide ja pachten, aber da müssten wir wohl irgend ein Tier draufstellen..."Dabei grinste er mich an und mir wurde ganz wackelig-ein eigenes Pferd rückte plötzlich in greifbare Nähe!!!Das Schicksal hat es wohl so gewollt, am nächsten Tag stand in den Verkaufsanzeigen der Tageszeitung ein Haflinger aus dem Stall, wo ich ursprünglich reiten lernte! Ich saß noch vor dem Frühstück im Auto und fuhr hin-und lernte Sultan kennen. Ein übergewichtiger, verfressener, sturer und grenzenlos fauler Haflinger-es war Liebe auf den ersten Blick, jedenfalls meinerseits. Zu der Zeit war ich mit dem Thema reiten eigentlich fast fertig, hatte längere Zeit eine Stute geritten, mit der ich nicht klar kam und hatte echte Angst beim Reiten kennengelernt.Aber die Chance, ein eigenes Pferd zu haben?! Wir bauten in kürzester Zeit einen Offenstall und am 5.5.99 zog Sultan mit einem Shetti als Kumpel bei uns ein! Was für ein Traum! Die ersten Tage saß ich nur im Stall und konnte es kaum glauben-mein eigenes Pferd! Anfangs waren meine Reitversuche eine Katastrophe-ich bekam meine Angst nicht unter Kontrolle- aber mein Dicker mit seiner etwas tumben Art nahm mir wenig übel,latschte gelangweilt durch die Gegend, macht, was er wollte und gab mir Schritt für Schritt die Zuversicht in meine Reitkünste wieder. Wir haben manchen Kampf miteinander ausgefochten und viel aneinander gelernt- und irgendwann hat er mich als Chef akzeptiert. Heute ist er 19 Jahre alt, ein absolut zuverlässiger Kumpel, immer noch stur, immer noch verfressen und zu klein für sein Gewicht und einer meiner besten Freunde! Und na klar, ich hab ihn immer noch!
Sharina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 21:41   #7 (permalink)
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Benutzerbild von flummipony
 
Registriert seit: 20.03.2009
Beiträge: 30
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Also meine Geschichte beginnt vor 8 Jahren, als ich mit meinen Eltern (damals selber erst 10 Jahre alt) von NRW Richtung Berlin gezogen bin. Um neue Freunde kennen zu lernen hab ich dann auf einem nah gelegenen Reiterhof angefangen zu reiten. Nach zwei Jahren bekam ich eine Reitbeteligung auf einem 6jährigen Ponywallach namens Gonzo. Der kleine Fuchs war gerade neu auf dem Hof und konnte außer Schritt, Trab und Linksgalopp eigentlich nichts. Obwohl ich selten so oft von einem Pferd runtergefallen war, hatte ich mich vom ersten Augenblick in ihn verliebt! Ein Jahr lang ritt ich ihn 2x die Woche (1x mit Unterricht, 1x ohne), wobei es fast immer sehr schnell zu ging, da nur ich ihn ritt und er als 6jähriger natürlich eienen großen Bewegungsdrang hatte. Dann kam der Schock, meine Eltern trennten sich und dazu kam noch, dass Gonzo verkauft werden sollte, Interessenten eines Schulbetriebs aus Meck-Pom hatten ihn schon angeguckt. zum Glück fasste sich meine Mutter ein Herz und kaufte ihn (als völliger Laie) zunächst ohne mir Bescheid zu sagen. Die ehmalige Besitzerin, die gleichzeitig meine Reitlehrerin war, sagte mir nur, dass ich ihn jetzt ruhig mehrmals reiten könnte, damit er für die neuen Besitzer etwas schlanker werden würde. Ich war so deprimiert, bin natürlich kaum geritten, damit er den Neuen vielleicht doch nicht gefällt. Woher sollte ich wissen, dass ich die neue Besitzerin war??? Weihnachten 2003 kam dann mein schönstes Fest mit meinem eigenen Pferd.
Seither sind schon ein paar Jahre vergangen, auch meine Mutter hat angefangen zu reiten und ich habe Gonzo natürlich immer noch und seine Vollschwester Gina wurde von meiner Freundin gekauft. Inzwischen gehe ich mit ihm auch kleinere Turniere (E-Niveau), vor allem beim Spingen haben wir beide sehr viel Spaß. Ich freue mich auf noch viele schöne gemeinsame Jahre mit ihm...
flummipony ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2009, 08:16   #8 (permalink)
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Benutzerbild von BerlinerGoere
 
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Ort: Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen
Beiträge: 1.595
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Mein Traum vom ersten eigenen Pferd hat sich erst mit 30 Jahren erfüllt. Mein Schwager hatte sich eine Kaltblutstute gekauft und hatte mich beim anschauen als Berater mitgenommen. Die Besitzer hatten auch 2 Shettystuten mit Fohlen bei Fuß. Da beides Hengste, wollten sie die beiden verkaufen. Da hab ich kurz mit meinem Mann diskutiert und kurz danach sind wir wieder hin und haben beide Ponys gekauft. Eigentlich wollte ich nur eins, aber nachdem mein Mann die beiden bei uns daheim in der Scheune unterbringen wollte, hab ich gesagt: Da geht eins alleine aber nicht. Nun hab ich sie beide und hoffe sie gehen erst mit mir zusammen in Rente!
__________________
Sandra

Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind. Es ist die Frage, was sie tun müssen, damit wir es glauben.


BerlinerGoere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2009, 13:00   #9 (permalink)
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Benutzerbild von Faynah
 
Registriert seit: 22.10.2008
Beiträge: 259
Faynah eine Nachricht über ICQ schicken
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Tja, das erste eigene Pferd oder Pony - das war wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag in einem zusammen gefasst, allerdings musste ich es mir zusammen mit meiner Schwester von unserem Ersparten selber kaufen. Und wir beide waren damals kaum älter als 10 Jahre. Da wurde echt alles zusammen gekratzt für unseren Lebenstraum. Gekauft haben wir dann ein Deutsches Reitpony / Endmass, 13 Jahre jung und eigentlich viel zu durchgeknallt für uns. Obwohl wir schon ein paar Jahre Unterricht hatten. Aber wir haben viel von ihm lernen können. Unteranderem im Springunterricht. Im Umgang war er vorbildlich, nur was das Reiten anging, etwas verheizt, was mit der Zeit aber besser wurde. Leider verstarb er nur 3,5 Jahre später an einer Kolik. Er war nicht mehr transportfähig und musste unter Tränen eingeschläfert werden. Das war wirklich einer der schlimmsten Tage bis dahin in unserem Leben. Meine Schwester hat sogar für ein paar Jahre komplett den Umgang mit den Pferden aufgegeben. Heute haben wir drei Pferde und ich könnte mir das Leben ohne den Umgang mit Pferden nicht mehr vorstellen.

Lieben Gruß
__________________
Das Glück dieser ERDE
liegt auf
dem Rücken

der PFERDE


Immer einen Blick wert! http://www.hufreheforum.de

Geändert von Faynah (25.04.2009 um 07:45 Uhr)
Faynah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2009, 16:31   #10 (permalink)
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Registriert seit: 27.10.2008
Ort: Main-Taunus-Kreis
Beiträge: 61
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Hi!!!

Hab mir den Traum vom eigenen Pferd auch erst mit 30 erfüllt. Als Kind hab ich immer meine Mutter genervt, daß ich ein eigenes Pferd haben will, als Antwort kam immer nur "und, soll es auf dem Balkon stehen?". Hab mich mehrere Jahre als Reitbeteiligung "durchgeschlagen", aber keine guten Erfahrungen damit gemacht. Bei meinem letzten Versuch, ein halbwegs gescheites RB-Pferd zu halbwegs gescheiten Konditionen zu finden, landete ich durch eine Anzeige bei Milan. Anfangs war er für mich nur ein kleines, weißes, ungezogenes Pferd mit einigen wirklich "netten" Macken (Leute auf der Weide jagen etc.). So nach und nach hab ich aus den Besitzern rausgequetscht, was da schon alles vorgefallen war. So ca. 15 Reitbeteiligungen hatte er schon auf seine Art "entsorgt" und die so verschreckt oder runtergeworfen, daß die alle schnell aufgegeben haben. Mit einer gab es einen schweren Unfall, der aber objektiv betrachtet nicht Milans Schuld war. Bei mir war er aber soweit ganz brav, runtergeworfen hat er mich noch nie. Nach einem halben Jahr hatten wir uns soweit zusammengerauft, so daß ich keine Testamentsvordrucke mehr mitnehmen mußte *grins*, da war er dann schon so ziemlich mein Traumpferd. Seine "netten" Macken hat er alle abgelegt. Über seine Vergangenheit weiß ich fast nichts, ist vielleicht auch besser so. Ich weiß nur, daß er schon durch sehr viele Hände gegangen ist, schon übelst verdroschen wurde und schon 2 x zum Schlachter sollte. Papiere hat er keine. Dann war fast 2 Jahre alles prima, hatte das Pferd für mich alleine, konnte reiten wann und so oft ich wollte für relativ wenig Geld. Dann war Pferd so weit, daß auch mal andere ihn reiten konnten. Die Besitzer ließen echt jeden auf ihn drauf und dadurch wurde natürlich einiges versaut, er ist eher ein Ein-Personen-Pferd. Ich wollte ihn damals schon kaufen, die Besitzer aber nicht verkaufen (nur für einen horrenden Preis). Es gab Ärger, ich verlor ihn als RB. Hab dann überlegt, mir ein Pferd zu kaufen, aber nichts Passendes gefunden. Dann riefen nach 2 Jahren die Besitzer von Milan an und sagten, seit ich weg wäre, sei er zu nichts mehr zu gebrauchen, er stände nur auf der Weide und ließe sich von keinem mehr reiten. Ein Mann (Turnierreiter) hatte Interesse, ihn zu kaufen, nach langem Hin und Her durfte er Probereiten, das hat Milan nach 15 Minuten beendet und ihn runtergebuckelt. Da war er 14 und einfach zu jung für ein Renterleben wegen Unreitbarkeit. Dann haben sie mich angerufen, ob ich ihn haben wolle. Nach 2 Wochen Überlegen hab ich ihn gekauft. War mein Geschenk zu meinem 30. Geburtstag. Bin vorher ein paar Mal mit ihm geritten und alles war wie immer. Ich hab ihm versprochen, daß er für immer bei mir bleibt. War teilweise nicht so einfach, das Versprechen zu halten, wei ich lange arbeitslos war, aber ich hab ihn immer noch, er wird jetzt 24 und ist noch topfit. Der wollte halt irgendwie unbedingt zu mir *grins*.

Als Kind hab ich mir immer vorgestellt, daß ich mal ein großes, schwarzes Pferd ohne Abzeichen habe (nein, keinen Fury- oder Black-Beauty-Verschnitt, ist nur auf die Optik bezogen). Was hab ich bekommen? Ein kleines weißes! Jeder bekommt, was er verdient . Im Nachhinein betrachtet waren alle Pferde, mit denen ich besonders gut klargekommen bin, Schimmel.


Britta
Milan16 ist offline   Mit Zitat antworten
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